Schützen Sie Ihr Hab und Gut vor Naturkatastrophen

Es vergeht kein Jahr in dem wir in Deutschland nicht von Hagel, Hochwasser oder eine Hitzeperiode betroffen sind. Schnell bedroht eine solche Naturkatastrophe den eigenen Lebensstandard. Elementarschadensversicherungen bieten Schutz und geben Rückhalt. Wir zeigen Ihnen, was Sie dabei beachten sollten und was es sonst noch wissenswertes gibt.

Der Juni 2013 wurde in Deutschland von Hochwassermeldungen dominiert. Viele Orte waren betroffen und das tatsächliche Ausmaß der Schäden ist noch lange nicht zu erkennen. Erst wenn das Wasser weg ist, wird der Schaden ersichtlich. Vor allem der Schlamm ist ein großes Problem nach Hochwasser.

Gut, wer eine Elementarversicherung hat, die in einem solchen Fall die Kosten übernimmt. Doch oft ist erstmal unklar, was die Versicherung nun genau abdeckt. Auch, was alles angegeben werden kann, wissen viele zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Grundsätzlich sollte sowas im Vorfeld bekannt sein. Jedoch ändert sich im Laufe der Zeit einiges, so ist es wichtig, sich auf dem Laufenden zu halten. In einigen Fällen kann es sein, dass nicht nur eine Versicherung in Frage kommt, sondern mehrere. Hauptsächlich sind die Hausratsversicherung, die Gebäudeversicherung und/oder eine separate Elementarversicherung für die Regulierung der Schäden verantwortlich.

Welche Versicherung wofür


Alles was das Gebäude betrifft, seien es Wände, das Dach, der Keller oder sonstiges, wird dies von der Gebäudeversicherung übernommen. In einigen Fällen kümmert sich auch die Wohngebäudeversicherung darum. Wichtig hierbei ist, dass der Versicherungsvertrag inkl. Elementarschäden abgeschlossen wurde. Ansonsten werden Schäden, die durch Naturkatastrophen entstanden sind, nicht bezahlt.

Bei der Gebäudeversicherung kann separater Schutz für den Brandfall, Blitzeinschlag, Hochwasser, und weiteres, integriert werden. Immer mehr Leute nehmen heutzutage auch einen gesonderten Schutz gegen Flutkatastrophen. Einer Schätzung zufolge sollen bereits  ein Drittel aller deutschen Haushalte hiergegen abgesichert sein. Ein weiterer Vorteil dieser Versicherung ist, dass auch Nebengebäude wie Garagen oder Gartenhäuser mitversichert sind. Diese müssen natürlich in der Police mit aufgenommen worden sein.

Die Hausratversicherung kommt für alle Schäden im Gebäude auf. Hierzu gehören Möbel, Bodenbeläge, Lampen, Kleidung, Elektrogeräte, etc. Dieser Schutz tritt allerdings nur auf, wenn auch hier ein zusätzlicher Elementarschutz integriert wurde.

Neben den Gütern im, am und um das eigene Haus oder die Wohnung, sollte auch das eigene Auto gut geschützt sein. Hagel kann schnell hässliche Beulen ins Auto machen und auch Hochwasser setzt dem Auto massiv zu, bis hin zur vollständigen Zerstörung. Eine Vollkaskoversicherung bietet hier den umfangreichsten Schutz. Jedoch gibt es eine Ausnahme. Wird das Auto bei Hochwasser gefahren, kann Wasser in den Motor eindringen. Dies wird von den KFZ-Versicherungen als grob-fahrlässig gewertet und der Schaden meist nicht ersetzt.

Was sollte man im Schadensfall tun


Das wichtigste ist, dass der Schaden so schnell wie möglich gemeldet wird. Aus diesem Grund steht in vielen Versicherungsverträgen, dass Schäden unverzüglich gemeldet werden müssen. Selbst, wenn das tatsächliche Ausmaß des Schadens noch nicht zu erkennen ist, sollte die Versicherung informiert werden.

Im Fall von Hochwasser kann direkt eine Meldung erfolgen. Ist das Wasser wieder weg, wird zunächst die Freigabe der Versicherung benötigt, bevor die Schadensbereinigung und Sanierung erfolgen sollte. Wird hierauf nicht geachtet, so kann es zu Schwierigkeiten bei der Beweislast kommen, weil ggf. angegebene Gegenstände gar nicht mehr vorhanden sind.

Bei der Meldung ist es grundsätzlich egal, ob diese telefonisch oder per Post erfolgt. Eine Empfangsbestätigung über den Eingang der Meldung sollte dennoch eingeholt werden um auf Nummer sicher zu gehen. Alle Angaben, die hierbei gemacht werden, sollten natürlich der Wahrheit entsprechen. Es bringt nichts, wenn falsche Angaben gemacht werden und dadurch der Versicherungsschutz erlischt.

Die Nachweispflicht kann direkt über Fotos oder andere Medien dokumentiert werden. Dies hilft bei der Beurteilung eines Schadens und sorgt für einen zusätzliche Absicherung des Versicherungsnehmers. Zwar wird der Versicherungsgeber zunächst einen eigenen Mitarbeiter zur Schadenssichtung vorbei schicken, dies ist jedoch kein Grund, warum eigenes Beweismaterial nicht zu Rate gezogen werden sollte.

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