Trockene Augen

Ein trockenes Auge ist meist gerötet, dennoch muss nicht immer ein rotes Auge auch gleich ein trockenes Auge bedeuten. Vor allem, wenn eine Bindehautentzündung vorliegt, ist das Auge gerötet, aber nicht trocken. Bei einer Bindehautentzündung sollte man sofort zum Arzt gehen, aber auch immer dann, wenn Sie Augenschmerzen und/oder Sehstörungen haben.

Symptome von trockenen Augen


Trockene Augen sind i. d. R. die ganze Zeit über gerötet. Sie brennen, jucken und erzeugen ein unangenehmes Druck- oder Fremdkörpergefühl. Fast so, als hätte man eine Wimper oder ein Sandkorn im Auge. Die Tränenflüssigkeit verändert sich dabei und kann auf Dauer zu einer chronischen Binde- und Hornhautentzündung führen. Parallel dazu kommt es häufig zu Sehstörungen.

Woher kommen trockene Augen


Trockene Augen sind ein häufiges Problem, welches oftmals im Zusammenhang mit roten Augen auftritt. Der Ursprung liegt darin, dass eine Störung der Tränenbildung vorliegt. Das Auge produziert nicht genügend Tränenflüssigkeit oder in zu schlechter Qualität. Man nennt diesen Vorgang auch "Benetzungsstörung". Hinter diesem Begriff befinden sich viele (meist chronische) Krankheitsbilder. Die durch die Benetzungsstörung verbundene Austrocknung der Binde- und Hornhaut nennt man Xerophthalmie.

Neben Krankheiten gibt es aber auch alltägliche Faktoren, die zu trockenen Augen führen können. Wer z. B. viel vor dem Computer sitzt und sog. Bildschirmtätigkeiten ausübt neigt schneller zu trockenen Augen. Der Grund: man konzentriert sich so sehr auf den Bildschirm, dass sich der Wimpernschlag verzögert und das Auge längere Zeit der Raumluft ausgesetzt ist, ohne erneut befeuchtet zu werden.

Weitere Faktoren können Umweltbelastungen oder klimatische Faktoren, wie z. B. eine niedrige Luftfeuchtigkeit oder der Einsatz von Kontaktlinsen sein, die die Trockenheit begünstigen. Auch das Alter spielt eine Rolle, weil im Laufe der Jahre die Tränenproduktion nachlässt.

Ebenfalls möglich ist eine Reaktion bei unsachgemäßem Gebrauch von "Weißmachern". Diese sollen im Auge eigentlich Rötungen verhindern. Werden sie aber nicht richtig angewendet, können Rötungen vermehrt oder intensiver auftreten. Idealerweise nutzt man solche Präparate nur nach Absprache mit dem Augenarzt.

Narben an der Bindehaut, die beispielsweise durch eine Entzündung entstanden sind, können die Tränenabgabe ebenfalls behindern. Eine Erkrankung der Talgdrüsen am Lidrand wirkt sich ebenfalls auf die Qualität des Tränenfilms aus.Die Fettkomponente innerhalb der Tränenflüssigkeit muss stimmen, tut sie es nicht,so beeinflusst dies die Dehnbarkeit und der Tränenfilm reißt schneller ab. Die Folge, das Auge wird oder kann nicht komplett benetzt werden.

Ein weiterer Grund kann eine Formveränderung des Augapfels sein. Beim Exophathalmus im Zuge der Basedow-Erkrankung tritt eine solche krankhafte Verwölbung auf. Das Tränenvolumen reicht für den vergrößerten Augapfel nicht mehr aus. Gleichzeitig kann das Lid nicht mehr vollständig zurückgezogen und geschlossen werden. Schilddrüsenüberfunktionen sind ein häufiger Grund, deshalb sollte man diese immer behandeln lassen.

Laserbehandlungen sollen eigentlich dabei helfen, wieder besser sehen zu können. Doch eine Nebenwirkung dieser Operation können trockene Augen sein.

Eine Störung des Immunsystems, eine sog. "Systemerkrankung" wird oft im Zusammenhang mit trockenen Augen genannt. Systemerkrankungen richten sich oftmals gegen die Grundstruktur des Körpers. Dies kann z. B. das Bindegewebe sein.

Weitere Krankheiten und Ursache für trockene Augen können sein: - Sicca-Syndrom (Sjögren-Syndrom) - Amyloidosen, Sarkoidosen - Blasenbildende Erkrankungen der Haut, Schleimhaut, Augenbindehaut - Diabetes - hormonelle Veränderungen (Wechseljahre) - Strahlenbehandlung


Was kann man dagegen tun


Zunächst sollte der Augenarzt prüfen, was die Ursache für die trockenen Augen ist. Mittels eines"Tränen-Tests" oder eines Abstriches der Bindehaut können viele Ursachen bereits ausgeschlossen werden. Zudem sollte der Arzt die Krankengeschichte kennen, denn nur so kann er systematische Erkrankungen ausschließen und sich mit anderen Fachärzten ggf. absprechen.
Die Behandlung wird dann je nach Problem, bzw. Ursache gewählt. In jedem Fall kann der Einsatz von zusätzlichen Tränenersatzmittel nicht schaden. Dieses gibt es als Tropfen, Gel oder als spezielles Augenspray.


Was kann man tun, um trockene Augen zu vermeiden

 

  1. Achten Sie darauf, dass die Raumluft ausrechend feucht ist. Durch regelmäßiges Lüften kann dies bereits erreicht werden.
     
  2. Bewegen Sie sich, denn Sport hält auch ihre Augen fit. Bereits ein Spaziergang im Freien sorgt für eine bessere Durchblutung, auch Ihrer Augen.
     
  3. Alkohol und Zigaretten sollten gemieden werden, weil sie u. a. die Gefäße verengen.
     
  4. Achten Sie bei Ihrer Arbeit am Computer auf eine ergonomische Haltung. Die richtige Sitzhöhe, der korrekte Platz des Bildschirms und die richtige Helligkeitseinstellung tragen zum Wohlbefinden bei. Gleichzeitig helfen kurze Pausen dem Auge zu entspannen.
     
  5. Ausreichend Trinken ist Pflicht. Zwei bis drei Liter pro Tag dürfen es gerne sein.
     
  6. Gehen Sie regelmäßig zum Augenarzt und lassen Sie alle zwei Jahre eine Glaukomfrüherkennung durchführen.
     
  7. Ein gesunder Lebensstil mit viel Obst und Gemüse und einem Normalgewicht helfen Krankheiten, wie Bluthochdruck und Diabetes vorzubeugen.