Abofallen - was tun?

Ist man erstmal in eine Abofalle hineingetappt, kommt man nur schwer wieder heraus. Hier heißt es vor allem Ruhe bewahren und geduldig sein.

Aber was sind Abofallen eigentlich? Hier hinter vergeben sich Unternehmen, die versuchen mit meist unlauteren Mitteln an das Geld anderer zu kommen. Manchmal reicht es schon aus, wenn man irgendwo seine Adresse hinterlegt hat und man hat ohne es zu ahnen und zu wollen einen Vertrag unterzeichnet. Die meisten dieser Verträge sind jedoch nicht rechtswirksam.

Das gemeine an Abofallen ist, dass wenn man nicht zahlt, der Druck erhöht wird. Bereits nach kurzer Zeit kommt ein Inkassobüro vorbei, um die haltlose Forderung einzutreiben. Leider geben immer noch viel zu viele Leute diesem Druck nach und zahlen. Manche Abofallen kommen auch direkt mit dem Anwalt. Dies sorgt, ähnlich wie beim Auftritt des Inkassobüros für zusätzlichen Druck und Angst. Immerhin hat keiner gerne den Anwalt vor der Tür sitzen.

Wie gerät man in eine Abofalle?


Dubiose Seiten liefern oftmals den ersten Einstieg. Ein beliebter Trick ist es, die Kosten nicht ersichtlich darzustellen. Erst durch scrollen oder vergrößern der Schriftart, werden die tatsächlichen Kosten sichtbar. Zusätzlich kann es sein, dass die Kosten nicht als Zahl dargestellt werden, sondern ausgeschrieben sind. In einem Fließtext fallen so die Kosten nicht mehr auf.

Auch, wenn man nach den Kosten sucht, wie z. B. über die Suchfunktion im Browser (mit Strg + F) kann es sein, dass man in den AGBs nichts findet. Sind die AGBs als Bild dargestellt, ist dies definitiv ein Zeichen, dass der Seitenbetreiber etwas verbergen will.

Um die Besucher auf der Seite zu verwirren nutzen einige Seitenbetreiber auch den Trick von mehrfachen Formularen. Auf der einen Seite sieht man noch alles richtig und auf der zweiten Seite mit einem neuen Anmeldeformular fehlen die Angaben ganz, oder sie sind in  einer so kleine Schrift dargestellt, dass man es nicht ohne weiteres lesen kann.

Der wohl bekannteste Trick ist der „Gewinn“. Wer kennt nicht die Ansage „Sie sind der 999.999 Besucher und haben soeben ein ... gewonnen“. Um den Gewinn tatsächlich zu bekommen, muss man nur eine kleine Gebühr bezahlen, oder sich irgendwo anmelden. Doch egal, ob man es tut oder nicht, einen Gewinn wird man niemals sehen.

Wir könnten die Liste ewig so fortführen, denn leider denken sich die Abzocker ständig was neues aus.

Was tun, wenn man von der Abzockfalle betroffen ist?


Wer wirklich auf der sicheren Seite sein will, der sollte ein Gespräch mit dem Anwalt einfordern. Die Erstberatung ist meist kostenlos, oder kostet nur wenige Euros. Die sollte man aber definitiv investieren. Denn nur so kann man sichergehen, dass die Abzocker tatsächlich nichts gegen einen in der Hand haben.

Auch die ortsansässigen Verbraucherzentralen können hierzu erste Informationen liefern. Ein Termin bei Ihnen lohnt sich somit ebenfalls.

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