Flugzeiten dürfen nicht ohne triftigen Grund geändert werden

Das Oberlandesgericht Celle und Frankfurt am Main haben nach Klagen des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen TUI Deutschland und British Airways festgelegt, dass Flugzeiten nicht ohne triftigen Grund geändert werden dürfen. In vielen Verträgen steht im Kleingedruckten, dass die Flugzeiten unverbindlich sind. Dies sei laut dem Gericht unzulässig.

Grund für das Urteil seien das verbreitete Ärgernis der Kunden. Diese buchen eine Reise und verlassen sich auf die darin enthaltenen Termine. Wird nun ein Flug zeitlich verschoben, so muss der Kunde alles neu planen. Hierdurch können nicht nur weitere Kosten für Taxi und Hotel entstehen, sondern es kann sogar ein ganzer Urlaubstag wegfallen.

Storniert ein Kunde bei der Fluggesellschaft, bzw. bei dem Veranstalter seine Reise, verweisen viele auf die AGBs. In diesen steht, dass die Flugzeiten unverbindlich sind und aufgrund dessen keine Rückerstattung erfolgt.

Veranstalter müssen sich an Flugzeiten halten

Dies sieht das Gericht jedoch anders uns bestimmt, dass Flugzeiten ein fester Vertragsbestandteil sind. Änderungen sind somit nur durch einen triftigen Grund zu belegen. Die Änderung muss für den Kunden zumutbar sein, deshalb ist es seitens der Fluggesellschaft oder des Veranstalters auch nicht möglich, Zeiten aufgrund von Kosten zu verschieben.

TUI legt Revision ein

Doch noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. TUI hat Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt und somit wird das Urteil in der letzten Instanz neu besprochen werden. Sollte das Urteil bestehen bleiben, so werden viele Reisende es zukünftig leichter haben.

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