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Schädlinge



Sie fragen:

Was tun bei Schildlausbefall?

Warum werden die Chrysanthemen welk?

Woher kommen die Gänge in den Weißkohl?

Wer zerfrißt die Blätter der Kirsche?

Alle Kohlarten sind angefressen. Wer macht das?

Was mach ich gegen die Maden an den Himbeeren?

Was gibt es gegen Kartoffelkäfer?

Wer schädigt meine Obstbäume?

Warum wachsen die Zwiebeln nicht?

Welche Larven wimmeln in den Anzuchtkästen?

Sind die bunten Käfer schädlich?

Soll ich die Tausendfüßler bekämpfen?

Schädigen Blutläuse die Bäume?

Überall sind Spinnenetze - müssen sie weg?

Was kann ich gegen Spitzmäuse machen?

Wie schützt man sich gegen Stare?

Schaum an Pflanzen - was mache ich dagegen?

Sind die langbeinigen Schnaken schädlich?

Muß ich Stiche der Schwebfliegen fürchten?

Können Ohrwürmer mit ihren Zangen zwicken?




Das Gartenforum antwortet:


Was tun bei Schildlausbefall?

Unter den schildartigen Höckern verbergen sich die Schädlinge, die durch ihre Saugtätigkeit große Schäden an den Pflanzen bewirken. Überdies scheiden sie den sogenannten Honigtau aus, auf dem sich später Rußtaupilze ansiedeln. Vorbeugend soll man die Pflanzen laufend kontrollieren. Befallene Pflanzenteile sofort entfernen und vernichten. Bekämpfen lassen sich die Schildläuse durch Präparate auf Mineralölbasis oder durch systemisch wirkende Insektizide.


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Warum werden die Chrysanthemen welk?

Blattälchen, auch Nematoden genannt, saugen die Zellen aus. Folge: Die Pflanze kümmert und stirbt ab. Vorbeugend sollte man die Chrysanthemen (aber auch andere Pflanzen werden befallen) oberirdisch ziemlich trocken halten. Befallene Pflanzenteile entfernen und vernichten. Tagetes als Zwischenpflanzung vertreibt durch seinen Geruch die Nematoden. Bei sehr starkem Befall mit systemisch wirkenden Spezialmitteln (Fachhandel) bekämpfen.


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Woher kommen die Gänge in den Weißkohl?

Die Gänge am Kohl, aber auch an anderen Nutz- und Zierpflanzen werden von den Larven der Minierfliege verursacht. Die Pflanzen kümmern. Bei Gemüsepflanzen empfiehlt sich der Einsatz von chemischen Mitteln nicht. Man kann gegen die Minierfliegen durch das Aufhängen von klebrigen Gelbtafeln über den Beeten vorgehen, aber leider gehen auch Nützlinge auf den Leim! Aber der Einsatz von Schlupfwespen ist empfehlenswert. Bei Zierpflanzen kann man auch systemisch wirkende Insektizide anwenden.


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Wer zerfrißt die Blätter der Kirsche?

Die schwarz-grünen plumpen Larven der Kirschenblattwespen sind die Schadensverursacher. Befallen werden Kirschen und Sauerkirschen gleichermaßen. Man kann die deutlich erkennbaren Larven, die fast wie kleine Nacktschnecken aussehen, sehr gut ablesen. Das ist zwar etwas mühsam, aber erfolgreich. Bei sehr starkem Befall kann man mit einem Spritzmittel (Fachhandel) gegen die Larven vorgehen. Streng nach Vorschrift anwenden und unbedingt die erforderlichen Wartezeiten einhalten!


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Alle Kohlarten sind angefressen. Wer macht das?

Die Raupen des Kohlweißlings sind fast unersättliche Fresser. Sie erzeugen die Löcher in den Blättern verschiedener Kohlarten. Vorbeugend wirkt stete Kontrolle. Oder noch besser: Überspannen der Kohlbeete mit feinmaschigen Netzen, um die Schmetterlinge zwischen Mai und Juni an der Eiablage zu hindern. Ansonsten helfen frühe Spritzungen mit Bacillus thuringiensis oder mit anderen speziellen Wirkstoffen (Fachhandel). Wartezeiten unbedingt einhalten!


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Was mach ich gegen die Maden an den Himbeeren?

Der gefräßige Himbeerkäfer zerstört Knospen, Blüten und junge Früchte. Seine Larven allerdings ausschließlich auf die Früchte spezialisiert - die Himbeeren sind madig! Vorbeugend hilft stete Kontrolle und Absammeln der Käfer von Hand. Ansonsten sollte man bereits bei Beginn des Knospenwachstums und kurz vor der Blüte mit einem bienenschonenden Spezialinsektizid (Fachhandel) spritzen. Wartezeiten einhalten! Der Himbeerkäfer befällt übrigens auch Brombeeren.


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Was gibt es gegen Kartoffelkäfer?

Bei starkem Befall können die auffällig gestreiften Kartoffelkäfer die Pflanzen zum Absterben bringen. Die schwarz-gelben Käfer und die orange-roten Larven sind gleichermaßen gefräßig! Vorbeugend hilft ständige Kontrolle und Absammeln von Käfern und Larven. Bei starkem Befall ist frühzeitiges Spritzen mit speziellen Mitteln (Fachhandel) ratsam. Vor allem sollte man die Blattunterseiten gründlich einsprühen. Unbedingt Wartezeiten einhalten!


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Wer schädigt meine Obstbäume?

Zusammengesponnene Blätter und starke Fraßspuren sind ein Anzeichen dafür, dass der Frostspanner die Obstbäume (außer Pfirsichen) befallen hat. Vorbeugend kann man ab Ende September Leimringe um die Stämme binden. Ferner wirken gute Rindenpflege und ein Baumanstrich vorbeugend gegen die Schädlinge. Bei starkem Befall sind Spritzungen mit Bacillus thuringiensis-Präparaten ratsam. Diese Spritzungen sollten bei warmer Witterung durchgeführt werden, weil dann die Raupen besonders gefräßig sind.


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Warum wachsen die Zwiebeln nicht?

Alle Zwiebelarten werden leider häufig von der Zwiebelfliege heimgesucht. Ihre Larven fressen am Lauch und vernichten die Zwiebeln. Vorbeugend schützt man die Zwiebelbeete durch Überspannen mit feinmaschigen Netzen vor der Eiablage durch die einer Stubenfliege ähnlichen Insekten. Vorsicht! Frischer Stallmist lockt die Fliegen besonders an! Stark riechenden Rainfarn-Tee über die Jungpflanzen sprühen.


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Welche Larven wimmeln in den Anzuchtkästen?

Es handelt sich um die Larven der schwarzen Trauermücken, die in Frühbeeten, Gewächshäusern, aber auch in Blumentöpfen auf der Fensterbank Schäden an Wurzeln und Keimen von Jungpflanzen anrichten können. Vor allem bei großer Feuchtigkeit entwickeln sich die Schädlinge gut. Also: Substrat nicht zu stark gießen! Gegen die Trauermücken kann man klebrige Gelbtafeln einsetzen.


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Sind die bunten Käfer schädlich?

Es handelt sich um Laufkäfer, die lieber - der Name sagt es - laufen als fliegen. Sie sind Räuber, dennoch dem Gärtner eher hilfreich. Denn sie vertilgen Schadinsekten, Raupen und manche Arten sogar Schnecken. Bekannte Arten sind z.B. der Hainlaufkäfer, der bronzefarbig bzw. violett ist, der Puppenräuber, der grün-goldene Flügelschalen hat. Ihn sieht man auch häufig am Tage. Diese beiden Arten sind sogar geschützt! Bekannt ist auch der Goldlaufkäfer, der grün-goldene Flügelschalen besitzt und gerne Schnecken jagt.


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Soll ich die Tausendfüßler bekämpfen?

Nein! Zwar fressen diese Tiere auch an verschiedenen Gemüsen und Früchten - so z.B. an Gurken und Erdbeeren, aber der Schaden hält sich in Grenzen. Denn vor allen Dingen ernähren sich diese Gliedertiere von verrottenden organischen Stoffen. Deshalb zählt man sie eher zu den nützlichen Bodentieren im Hausgarten. Tagsüber verstecken sie sich unter Laub oder im Kompost.


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Schädigen Blutläuse die Bäume?

Blutläuse sind eher lästig als besonders schädlich. Zwar können jüngere Bäume - besonders Apfelbäume - durch sehr starken Blutlausbefall in ihrer Entwicklung etwas eingeschränkt werden, aber ansonsten sorgen diese Lästlinge durch ihre Wachsausscheidungen auf Blättern oder Früchten vorwiegend für Verschmutzung. An älteren Bäumen können regelrechte Wucherungen auftreten. Direkte Gefahr stellen Blutläuse nicht dar. Doch kann man sie durch gute Rindenpflege bzw. durch Stammanstrich und ordentliche Wundbehandlung der Bäume durchaus in Grenzen halten. Kolonien mit Farnkraut-Extrakt einsprühen.


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Überall sind Spinnenetze - müssen sie weg?

Spinnen lösen bei vielen Menschen Abneigung, ja Ekel aus. Dennoch sollte der Hobbygärtner wissen, dass sie äußerst nützliche und standorttreue Gartenbewohner sind, denn sie vertilgen Mengen von Fliegen, Mücken, Läusen oder Milben. Deshalb sollte man gegen sie nicht vorgehen.


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Was kann ich gegen Spitzmäuse machen?

Spitzmäuse sind keineswegs schädlich, sondern sehr nützlich, da sie sich von Larven und Engerlingen, Insekten, Drahtwürmern und Schnecken ernähren. Sie schaufeln - im Gegensatz zu Maulwürfen oder Wühlmäusen - auch keine Gänge, sondern bauen ihre Nester in hohlen Baumstumpen oder in Laubhaufen, im Kompost oder unter altem Reisig. Die Tiere, die sehr viel Nahrung benötigen, gehen Tag und Nacht auf die Jagd. Es gibt in unseren Gärten drei Arten: Die grau-braun gefärbte Hausspitzmaus, die dunkelbraune Feldspitzmaus und die kleine Gartenspitzmaus, die ebenfalls grau-braun gefärbt ist.


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Wie schützt man sich gegen Stare?

Normalerweise rechnen Vögel als Insektenvertilger zu den Freunden des Gärtners. Doch Vögel, besonders Stare, können durchaus auch ganze Kirschernten vernichten. Mit Vogelscheuchen oder flatternden Stanniolstreifen kann man sie nur kurzfristig vertreiben. Die schlauen Kirschliebhaber erkennen rasch die Harmlosigkeit solcher Maßnahmen. Besser wirken die weiß-roten Plastikstreifen, die es z.B. an manchen Tankstellen gibt. Diese Streifen locker über die Äste verteilt, haben durchaus abschreckende Wirkung. Am besten schützt man seine Kirschernte natürlich durch feinmaschige Kunststoffnetze, die es im Fachhandel gibt.


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Was kann ich gegen Schaum an Pflanzen machen?

"Kuckucksspucke" nennt der Volksmund diese Schaumklümpchen, die von den Larven der Schaumzikade verursacht werden. Im Schutz dieses Schaumes saugen die Larven an den Pflanzen. Aber sie richten tatsächlich keine besonders nennenswerten Schäden an. Meist entdeckt man die Schaumgebilde an Wiesenblumen und Grashalmen, gelegentlich aber auch an Zierpflanzen und Gehölzen. Abgesehen von der Verunzierung durch die Gebilde richten die Schaumzikaden keine besonderen Schäden an. Bekämpfung ist daher unnötig.


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Sind die langbeinigen Schnaken schädlich?

Stechen können diese Schnaken zwar nicht, doch ihre Larven richten oft an den Wurzeln von Gräsern in Rasenflächen oder auch an jungen Erdbeerpflanzen erhebliche Schäden an. Vorbeugend sollte man abends bei feuchter Witterung die an die Erdoberfläche kommenden Larven vom Rasen absammeln. Während der Zeit der Eiablage - etwa ab Mitte August bis Ende September - sollte man den Rasen besonders kurz halten.


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Muss ich Stiche der Schwebfliegen fürchten?

Bei den oft schwarz-gelb gestreiften Insekten, die weitläufig Wespen ähneln, handelt es sich um völlig harmlose Schwebfliegen, die überhaupt nicht stechen können. Die ausgewachsenen Tiere, die buchstäblich wie kleine Hubschrauber in der Luft "stehen bleiben" können, leben von Nektar und Pollen. Die Larven vertilgen Mengen von Blattläusen, aber auch Weiße Fliegen oder Spinnmilben. Schwebfliegen sind also nützlich und sollten vom Gärtner nicht vernichtet werden.


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Können Ohrwürmer mit ihren Zangen zwicken?

Ohrwürmer, die keine Würmer sind, sondern Käfer, und übrigens auch fliegen können, beißen mit ihren Zangen keinen Menschen. Diese Werkzeuge dienen lediglich als Abwehr gegen tierische Angreifer. Im Garten sind die braunen Ohrwürmer sogar recht nützlich, da sie z.B. Blattläuse, Insekten und deren Eier vertilgen. Sie knabbern auch an Obst, aber sie richten keine nennenswerten Schäden an. Es lohnt sich, diesen nützlichen Gartenhelfern mit einem mit Holzwolle gefüllten umgedrehten Blumentopf einen Unterschlupf einzurichten. Am besten hängt man solche "Behausungen" mit Draht in Obstbäumen auf.


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