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Rasen



Sie fragen:

Wie kann ich kahle Stellen im Rasen ausbessern?

Muss man gewöhnlichen Rasen düngen?

Wie kann ich "Hexenringe" beseitigen?

Wie verhindere ich Dürreschäden?

Was versteht man unter Aerifizieren?

Wie und wann sollte man Fertigrasen verlegen?

Soll ich das Laub des Trompetenbaums abharken?

Wann vor und nach dem Winter den Rasen schneiden?

Gibt es gegen Giersch eine wirksame Abhilfe?

Wie schütze ich die Rasensaat vor Vögeln?




Das Gartenforum antwortet:


Wie kann ich kahle Stellen im Rasen ausbessern?

Zunächst sollte man die gesamte Rasenfläche ganz kurz mähen. Danach lockert man den Boden an den verkahlten Stellen mit einem Eisenrechen ziemlich flach auf. Nun sät man auf die betreffenden Stellen einen gut und rasch keimenden Rasensamen, wobei man nicht zu sparsam sein sollte. Man rechnet etwa 30 Gramm Rasensamen pro Quadratmeter. Anschließend deckt man die Flächen mit gesiebter Komposterde ab und klopft sie mit der Schaufel leicht an. Bis zum Aufgehen der Saat muss der Rasen stets gleichmäßig feucht gehalten werden. Aber Vorsicht beim Gießen, sonst wird der Samen wieder fortgespült!



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muss man gewöhnlichen Rasen düngen?

Wenn der Rasen im Garten schön dicht und gesund sein soll, braucht er auch Düngergaben. Man kann den Dünger - am besten verwendet man einen Vorratsdünger - auf den geschnittenen und gut gewässerten Rasen streuen. Dazu nimmt man 20 bis 30 Gramm pro Quadratmeter Fläche. Anschließend noch einmal gut gießen! Noch einfacher ist es jedoch, wenn man zum Gießwasser Dünger zugibt. Dabei verrührt man zwei bis vier Gramm pro Liter Wasser und gießt diese Lösung gleichmäßig auf die Rasenfläche.



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Wie kann ich "Hexenringe" beseitigen?Hexenringe können sich in Rasenflächen in vielfältigen Formen zeigen. Ursache hierfür sind die verschiedenen Erreger (z.B. Marasmius oreades), die die Symptome von Hexenringen hervorrufen. Allen gemeinsam ist, dass das Pilzmyzel sich im Boden ringförmig ausbreitet und die typischen Ringe hinterlässt. Besonders befallen werden ältere Rasenflächen, die an der Oberfläche verfilzt sind. In und von diesem Filz leben die Hexenringpilze und warten dort auf günstige Bedingungen zur Ausbreitung.

Die Symptome
Es gibt auf Rasenflächen drei verschiedene Erscheinungsbilder von Hexenringen:
Typ 1
verursacht teilweise schwere Schäden an den Gräsern. Hierbei stirbt der Rasen zwischen zwei fast parallel verlaufenden, dunkelgrünen Ringen ab.
Typ 2
zeigt seine Präsenz durch einen dunkelgrünen Ring, in dem die Gräser auch stärker wachsen. Bei feuchter Witterung bilden sich im Ring häufig Fruchtkörper.
Typ 3
verursacht besonders im Sommer/Herbst über die gesamte Rasenfläche ungleichmäßig verteilte Fruchtkörper (Pilzhüte), ohne dass die typischen Ringe entstehen. Durch Abmähen oder bei Trockenheit verschwinden die Fruchtkörper wieder.

Bei allen Hexenringtypen findet man im Boden ein weißes Pilzmyzel, das einen typischen Pilzgeruch ausströmt und stark wasserabweisend ist. Häufig ist dieses Myzel auch für das Vertrocknen des Rasens verantwortlich.

Vorbeugung und Abhilfe
Einen Schutz vor Hexenringen gibt es nicht. Jedoch lässt sich durch eine gute Rasenpflege das Entstehen oder die Ausbreitung der Schäden stark reduzieren. Besonderes Augenmerk ist auf die Filzbekämpfung zu legen, da der Filz das ideale Nährmedium für die Hexenringerreger darstellt. Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden sind also angesagt.

Beim Auftreten von Trockenstellen oder Absterberscheinungen hilft fast immer das zusätzliche Bewässern der befallenen Stellen. Hierzu werden die Flächen intensiv gelöchert (Aerifizierer oder Grabegabel) und anschließend durchdringend befeuchtet. Dies geschieht am besten mit einem nur wenig geöffneten Wasserschlauch, so dass das Wasser langsam im Boden versickern kann und nicht oberflächlich abläuft.



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Wie verhindere ich Dürreschäden?

Selbst in trockenen und sehr heißen Sommern lassen sich Dürreschäden im Rasen durchaus vermeiden. Zunächst einmal muss dafür gesorgt werden, dass der Rasen nicht zu kurz geschnitten wird, der Rasenmäher muss also entsprechend höher gestellt werden. Und dann muss stets ordentlich gegossen werden. Am besten geeignet ist hierfür eine Regneranlage. Bewährt hat sich das Gießen oder Beregnen am späten Nachmittag oder Abend. Dann kann das Wasser tatsächlich auch bis in die Graswurzeln vordringen. Wenn man am Morgen eines heißen Tages sprengt, verdunstet das Wasser, ehe es in den Wurzelbereich vordringt.



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Was versteht man unter Aerifizieren?

Aerifizieren ist der Fachbegriff für das Belüften des Bodens, insbesondere der Rasenfläche. Das sollte man immer dann durchführen, wenn die Rasenoberfläche sich zu stark verdichtet hat. Auf jeden Fall sollte man aber kurz vor Einsetzen des Winters jeden Rasen durchlüften. Das geschieht bei kleineren Rasenstücken, indem man mit einer Grabegabel oder einem speziellen Aerifizierungsgerät Löcher in die Rasenoberfläche sticht. Für größere Flächen empfiehlt sich ein fahrbares Aerifizierungsgerät. Diese Art der Belüftung ist - im Gegensatz zum Vertikutieren - eine reine Oberflächenbearbeitung des Rasens.



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Wie und wann sollte man Fertigrasen verlegen?

Fertigrasen ist teuer. Außerdem wird er vom Hersteller meist nur in größeren Mengen abgegeben. Wen das nicht stört, der sollte die betreffende, unkrautfreie, umgegrabene und leicht gewalzte Fläche vor dem Verlegen mit Fertigrasen mit einem Rasendünger nach Vorschrift düngen, falls der Boden nährstoffarm ist. Dann wird die erste Reihe Rasen, der in Rollen angeliefert wird, vom Rand her verlegt und festgedrückt. An den Außenkanten lässt man etwas überstehen, das später abgestochen wird. Dann legt man ein Standbrett auf diese erste Reihe, stellt sich darauf und kann nun die zweite Reihe verlegen usw. Rasen möglichst dicht zusammenfügen, das fördert die Wurzelbildung. Fertigrasen verlegt man am besten im Oktober, damit sich bis zum Eintritt des Winters noch neue Wurzeln bilden können.



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Soll ich das Laub des Trompetenbaums abharken?

Der Trompetenbaum (Catalpa) ist ein industriefester Baum, der zwar schön blüht, aber leider auch sehr viele Samenschoten und viel Laub trägt. Wenn Schoten und Blätter im Herbst - meist nach den ersten Frösten im November - auf den Rasen fallen, bilden sie dort einen dichten Teppich. lässt man ihn liegen, wird der Rasen darunter glitschig und fault nach einiger Zeit. Also: Laub und Schoten unbedingt abharken. Das gilt natürlich auch für das welke Laub anderer Bäume, die im Rasen stehen.



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Wann vor und nach dem Winter den Rasen schneiden?

Normalerweise mäht man den Rasen ab etwa Mitte Oktober zum letzten Mal vor Winterbeginn. Dabei kann man auch noch einmal Unkräuter ausstechen. Im kommenden Jahr wartet man mit dem ersten Schnitt, bis der Rasen etwa drei bis vier cm hoch und der Boden etwas abgetrocknet ist, sonst reißt man beim Schneiden die Gräser aus dem Erdreich. Gedüngt wird gewöhnlich erstmals im Mai, nur besonders nährstoffarme Böden sollte man bei warmem Wetter bereits Ende März düngen.



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Gibt es gegen Giersch eine wirksame Abhilfe?

Giersch ist eines der hartnäckigsten Unkräuter im Rasen, eine echte Plage für den Hobbygärtner. Leider gibt es nur eine wirklich wirksame, wenn auch sehr mühselige Abhilfe dagegen: Das rückenschmerzende Bücken und Ausreißen mit der Hand! Dabei muss man sehr sorgfältig darauf achten, dass man möglichst auch die unterirdischen Rhizomabschnitte mit ausreißt, denn aus ihnen entwickeln sich unweigerlich wieder neue Gierschpflanzen!



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Wie schütze ich die Rasensaat vor Vögeln?

Leider ist es häufig so: Mühevoll hat der Hobbygärtner eine schöne Rasenfläche angelegt, ordentlich gegossen und wartet nun auf das erste Sprießen. Aber kaum dreht er den Rücken, schwärmen Vögel in großer Zahl herbei, um sich an der Saat gütlich zu tun. In solchen Fällen kann man nur versuchen, die ungebetenen Gäste durch selbstgebastelte Vogelscheuchen abzuhalten - etwa an Schnüren befestigte Silberpapierstreifen, die sich im Wind bewegen und leise rascheln. Bei kleineren Flächen kann man auch spezielle Netze (Fachhandel) über die frisch eingesäte Fläche spannen.



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