Tipps zum Gebrauchtwagenkauf – Worauf Sie achten sollten

Wer einen Gebrauchtwagen kauft, sollte den Wagen gründlich untersuchen, sonst ist der Schaden groß. Zwar ist die Gewährleistung für 2 Jahre gegeben und sogar in den ersten sechs Monaten muss der Händler beweisen, dass ein Mangel vor dem Kauf nicht bestand, so liegt danach die Beweispflicht beim Käufer. Wir zeigen Ihnen worauf Sie achten sollten, um gar nicht erst die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen.

1. Kein Kauf ohne Probefahrt


Zur Besichtigung eines Autos, gehört nicht nur der Blick unter die Motorhaube, sondern auch eine Probefahrt. Nur durch eine Probefahrt lassen sich Lenkrad, Bremsen, Fahrwerk, Getriebe, Licht und Co testen.

Doch machen Sie diese Probefahrt nicht allein. Nehmen Sie jemanden mit, der sich mit Autos auskennt. Vier Augen sehen meist mehr als zwei, zudem Sie mit Fahren beschäftigt sind. Ihr Beifahrer hat sogar einen weiteren Vorteil: Er ist Zeuge, falls etwas passiert.


2. Keinen Druck zulassen


Lassen Sie sich nicht vom Verkäufer drängen oder unter Druck setzen einen Vertrag zu unterschreiben. Denken Sie dran, sie fahren viele Jahre mit dem Auto. Deswegen sollte die Entscheidung überlegt sein: Nach dem Autokauf ist es zu spät!

Überprüfen Sie Verträge und Papiere. Stimmt die Fahrgestellnummer in den Papieren mit der des Autos überein? Ist der Verkäufer wirklich der Fahrzeughalter? Überprüfen Sie essentielle Fakten wie Tachostand. Kann das Auto wirklich so viel gefahren sein wie auf dem Tacho steht?
Listen Sie auf jeden Fall folgende Daten auf:

  • Fahrzeugtyp (Marke/Modell)
  • Erstzulassung
  • Kilometerstand
  • Hubraum
  • HU Termin
  • AU Termin
  • Letzte Inspektion
  • Aktueller Steuersatz p.a.
  • Geforderter Preis
  • Ist der Verkäufer als Halter eingetragen?
  • Sind die Angaben des Verkäufers die gleichen wie im Fahrzeugbrief?
  • Ist das Inspektionsheft Lückenlos?
  • Stimmt die Fahrgestellnummer
  • Wer waren die Vorbesitzer?
  • TÜV Plakette


3. Schwarz auf weiß ist das einzige was zählt


Kaufen Sie den Wagen nur mit einem schriftlichen Vertrag. Hier können Sie die Gewährleistungen und Rechte und Pflichten des Händlers, sowie Ihre eigenen festhalten. In solch einen Vertrag gehören alle Vereinbarungen. Seien Sie vorbereitet und nutzen Sie einen eigenen Kaufvertrag, am besten mit Übergabequittung. Was nach Pedanterie aussieht, ist einfach nur Sorgfalt und die wird Ihnen nützen, falls Ihnen Mängel auffallen oder Sie sogar vor Gericht müssen. Sollten Sie Hilfe brauchen, so wenden Sie sich an qualifizierte ADAC Verkehrsrechtfachanwälte.

In einen Kaufvertrag gehören alle Extras aufgeschlüsselt. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Übergabe die Schlüssel für die Alufelgen, das Reserverad und die Bedienungsanleitung erhalten, um möglichst vollständig mit dem neuen Auto auf Fahrt zu gehen.

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