Trockene Haare - so bringt man sie wieder zum Strahlen

Trockene Haare sind keine Seltenheit. Viele von uns leiden darunter, vor allem die Frauen, weil diese oft lange Haare haben. Doch woher kommen trockene Haare eigentlich und was kann man dagegen machen? Was hilft wirklich, damit sie schön, gesund und glänzend sind?

Die Ursachen für trockene Haare


Trockene Haare erkennt man daran, dass diese spröde und stumpf sind. Unter dem Mikroskop sieht man es sogar noch deutlicher. Das Haar ist dort nicht glatt, sondern hat eine schuppige Oberfläche und wird deshalb oft mit einem Tannenzapfen verglichen.

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Einige Menschen haben von Natur aus trockene Haare, andere haben selbst nachgeholfen.

Trockene Kopfhaut
Bei vielen liegt das Hauptproblem darin, dass die Kopfhaut nicht genug Talg produzieren kann, um die Haare mit der nötigen Feuchtigkeit zu versorgen. Gerade bei längeren Haaren ist dies schwierig. Denn oftmals reicht die produzierte Menge nicht aus, um das lange Haar vollständig zu umschließen. Der natürliche Schutzmechanismus kann hier also nicht mehr greifen und das Haar wird für äußere Einflüsse, wie Wind und Wetter angreifbar.

Falsche Produkte
Eine weitere Ursache, wodurch trockene Haare entstehen können, ist der Einsatz von falschen Pflegemitteln. Shampoo und Co. sollten immer auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Produkte die Silikone enthalten, sollten z. B. vollständig gemieden werden. Silikone überziehen zwar das Haar und machen es schön geschmeidig, sie beschweren es aber auch. Und nicht nur das, sie verhindern letztlich das wichtige Pflegestoffe nicht in die Tiefe eindringen können.

Zu viel Pflege
Überpflegen ist ein ebenfalls ein Problem, was viele von uns haben. Im Grunde meint man es ja nur gut und will die Haare optimal pflegen. Da aber in den heutigen Produkten so viele verschiedene Pflegestoffe drin sind, kann der gut gemeinte Gedanke auch schnell ins Gegenteil umschlagen. Weniger ist mehr - lautet hier die Devise. Es reicht z. B. aus, wenn nur eine haselnussgroße Menge an Shampoo genutzt wird.

Sommer
Im Sommer neigen wir aufgrund des Wetters zu häufigerem Haarewaschen. Bei jedem Waschgang wird ein Teil der Fette, die das Haar eigentlich vor Umwelteinflüssen schützen sollen, entfernt. Auch Salzwasser und Chlor greift das Haar an, weshalb man nach jedem Bad im Meer oder im Freibad die Haare mit klarem Wasser ausspülen sollte.

Winter
Im Winter ist es hingegen die trockene Heizungsluft und der häufigere Einsatz des Föhns, der unseren Haaren ziemlich zusetzt. Auf Dauer hält dies kein Haar aus und so kommt es wie es kommen muss, dass Haar wird trocken und spröde.

Färben & Co.
Egal zu welcher Jahreszeit: färben, stylen und Co. strapazieren das Haar auf Dauer. Vor allem Blondierungen, die die Haarsubstanz aufreibt, führt häufig zu trockenem Haar. Aber auch der Einsatz eines Glätteeisens ohne Schutz-Spray ist alles andere als gesund. Was den Haaren vielleicht im ersten Moment Glanz verleiht, macht sie auf Dauer kaputt.

Was kann man gegen trockene Haare machen?


Der Einsatz von passenden Pflegemitteln ist schon einmal ein guter Weg in die richtige Richtung. Die Produkte sollten auf den Bedarf abgestimmt sein. So braucht trockenes Haar andere Wirkstoffe als z. B. strapaziertes Haar.

Für trockene Haare eignen sich Shampoos mit Kokosbetain, da die Fettsäure aus der Kokosnuss sich um das Haar legt und es sanft reinigt.

Das tägliche Haarewaschen gehört zwar für viele mit dazu, aber wer es vermeiden kann, der sollte es auch tun. Je seltener die Haare gewaschen werden, umso eher und länger bleibt die natürliche Schutzschicht bestehen. Wer tägliches Haarewaschen gewöhnt ist, sollte nach und nach die Intervalle erhöhen. Idealerweise wird die Mähne nur alle 2 - 3 Tage gewaschen. Einmal in der Woche hilft eine spezielle Haarkur um die Haare mit einer extra Portion an Feuchtigkeit zu versorgen.

Wer besonders trockenes Haar hat, kann die Haarkur auch 2 - 3 mal in der Woche einsetzen. Häufiger sollte es jedoch nicht sein, weil sonst eine Überpflege erfolgt und dies die Haare wiederum schädigen kann.

Bei jeder Haarwäsche sollte eine kurze Kopfhautmassage eingeplant werden. Durch die Massage der Kopfhaut wird die Talgproduktion angeregt und die Haare erhalten auf natürlichem Weg - nach und nach - ihren Glanz zurück.

Außerdem sollten sie nicht zu heiß gewaschen werden. Wer sein Haar mit kaltem Wasser abspült, versiegelt sie dadurch und profitiert von einem besseren Glanzergebnis. Anschließend erfolgt die Entwirrung mittels eines groben Kamms. Eine Bürste oder ein feiner Kamm würde die nasse und somit noch empfindliche Haarstruktur angreifen. Mit einem groben Kamm können jedoch Entwirrungen auf schonende Art und Weise entfernt werden.

Nach dem Waschen sollte nach Möglichkeit auf dem Einsatz eines Föhns verzichtet werden. ist dies nicht möglich, sollte der Föhn zumindest über eine Kaltstufe verfügen mit der die Haare sanft trocken geföhnt werden können.

Hier nochmals alles zusammengefasst:
  • richtige Pflegeprodukte verwenden
  • Haare nicht zu häufig waschen
  • Haare nur kalt föhnen
  • Glätteeisen vermeiden (oder nur inkl. Schutz-Spray)
  • regelmäßig Kopfhaut massieren
  • auf färben verzichten
  • regelmäßige Haarkuren

Hausmittel gegen trockene Haare


Fast jeder von uns hat Olivenöl im Haus. Das Öl eignet sich nicht nur sehr gut für die Essenszubereitung, sondern auch zur Pflege unserer Haare.

Dabei wird das Olivenöl ins feuchte Haar (wichtig: das Haar muss feucht sein, damit das Öl die Feuchtigkeit ins Haar einschließen kann) einmassiert. Der Ansatz kann dabei vernachlässigt werden, weil dieser meist genug versorgt ist. Hingegen brauchen die Längen und Spitzen das Öl.

Nachdem das Olivenöl im Haar verteilt ist, wird es mit einem Handtuch umschlossen und für 1-2 Stunden ruhen gelassen. Anschließend wird es mit einem sanften Shampoo (z. B. Kindershampoo) ausgewaschen.