Schimmel in der Wohnung muss nicht sein

In den letzten Jahren häufen sich die Meldung von Schimmelbefall in deutschen Wohnungen. Im Jahr 2003 wurde bei einer Studie festgestellt, dass damals bereits 22% der untersuchten Wohnungen von Schimmel befallen waren. Feuchtschäden sind die Hauptursache für den Befall. Der Schimmel schädigt jedoch nicht nur die Wohnung, sondern auch die Gesundheit der darin lebenden Bewohner.

Schimmel ist schädlich

Durch die kontinuierliche Aussetzung des menschlichen Körpers an den Schimmelsporen, ist das Immunsystem irgendwann nicht mehr in der Lage dagegen anzukämpfen. Vor allem empfindliche und kranken Menschen sowie Kinder sind hiervon gefährdet. In vielen Fällen treten bei Schimmelbefall Probleme mit den Atemwegen und den Schleimhäuten auf. Auch allergische Reaktionen sind ein Zeichen.

Schimmel tut uns nicht gut, soviel steht fest. Doch er ist auch vermeidbar. Wichtig im Kampf gegen den Schimmel ist ein entsprechendes Raumklima. In der Wohnung sollte ausreichend gelüftet werden, sodass Schimmel erst gar nicht entstehen kann. Bei der Lüftung werden Wohngifte und Ausdünstungen aus der Wohnung entfernt. Auch feuchte Luft sowie verbrauchte wird durch neue ausgetauscht. Neben dem Lüften per Fenster kann auch eine Lüftungsanlage für ein entsprechendes Raumklima sorgen.

Raumklima

Übrigens: das ideale Klima in Räumen liegt bei 40% bis 60% relativer Feuchtigkeit. Dies entspricht ungefähr einer Raumtemperatur von 20 Grad. Sinkt die Temperatur steigt gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit. Dieses kann zu Schimmelpilzbefall führen. Temperaturen über 20 Grad führen zu einer geringeren Luftfeuchtigkeit, die auf Dauer die Schleimhäute reizen kann.

Meistens sind kurzfristige Schwankungen in Ordnung. So kann beispielsweise eine Luftfeuchtigkeit von 70% für das Gebäude in Ordnung sein, solange der Zustand nicht zulange besteht. Wichtig hierbei ist u. a. die Dämmung des Gebäudes. Bei schlecht gedämmten Häusern können bereits 50% zu viel sein und sich Schimmel ausbreiten.

Mithilfe von speziellen Messgeräten kann die Raumfeuchtigkeit ermittelt werden. Sog. Hygrometer kommen hierbei zum Einsatz.

Was tun bei Wasserschäden

Wasserschäden sind eine häufige Ursache für Schimmel. Werden diese nicht rechtzeitig erkannt und behoben, so breitet sich schnell Schimmel aus. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man seine Leitungen regelmäßig in Schuss hält und bei einem Schaden sofort reagiert. Mit speziellen Trocknungsmaschinen können nach einem Wasserschaden betroffene Räume und Wände wieder getrocknet werden, sodass Schimmel erst gar keine Chance hat.

Weitere interessante Themen: